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Fuchs

FuchsDer Fuchs: Allgemeine Situation

Laut der Fallwildstatistik haben die Fuchsbestände seit 1986 stetig zugenomme Die Abschüsse hingegen haben leicht abgenommen.

  • die Fuchsjagd hat an Wert verloren, seit die Pelzpreise gesunken sind,
  • der Fuchs hat wenig natürliche Feinde,
  • der Fuchs ist sehr anpassungsfähig,
  • der Lebensraum des Fuchses hat sich vergrössert.

Dies hat dazu geführt, dass Füchse sowohl in städtischen wie auch in ländlichen Regionen mit Menschen und Nutztieren häufiger in Kontakt treten.

In ländlichen Gebieten stieg der Druck auf die Kleintierhaltung an und in den städtischen Gebieten gewann das Phänomen der Stadtfüchse an Bedeutung.

Seit der Ausrottung der Tollwut ist die Fuchspopulation in der Schweiz ums vierfache angestiegen. Neuerdings gibt die Tollwut in Europa allerdings wieder zu reden und es besteht die Befürchtung, dass die ansteckende Kranheit von Osteuropa nach Mitteleuropa gelangen könnte. Die Schweiz gilt weiterhin als tollwutfrei.

Schutzmassnahmen

Die allgemeine Zunahme der Population hat auch vermehrt zu Schäden an Nutztieren geführt. Es gibt aber keine verlässlichen Daten, wie viele Schafe und Ziegen neben den beinahe alltäglichen Verlusten von Hühnern auf das Konto des Fuchses gehen.
Während den Frühlingsmonaten ist das Risiko von Fuchsschäden bei Jungtieren, insbesondere in den ersten Tagen nach der Geburt, am grössten. In Einzelfällen können aber auch Lämmer bis zu 15kg gerissen werden. In einigen Kantonen besteht ein Selbstschutzrecht im Umkreis von 100 m eines betroffenen Bauernhofes: d.h. schadenstiftende Füchse, die nachweislich Nutztiere gerissen haben, können abgeschossen werden.

Um die Herden zu schützen wurden aber bisher keine systematischen Präventionsmassnahmen getroffen. Gute Elektrozäune oder das Einstallen nachts sind mögliche Schutzmassnahmen.
Die Erfahrungen mit Herdenschutzhunden haben gezeigt, dass sowohl Ziegen- wie auch Schafherden effizient gegen Fuchsangriffe geschützt werden können. Regelmässig wurden Beobachtungen gemacht, wie Füchse in der Nacht von den Schutzhunden vertrieben wurden.

Inwiefern Entschädigungszahlungen für nachweisliche Fuchsschäden vergütet werden, entscheiden die Kantone.

Nähere Informationen zu Biologie, Verbreitung und Verhalten des Fuchses

Streunende Hunde

Hund

Allgemeine Situation

Schäden an Nutztieren werden nicht nur durch den Luchs oder den Wolf verursacht, sondern immer wieder auch von streunenden Hunden. Leider gibt es keine verlässlichen Angaben zu den Verlusten der vergangenen Jahre.  Es wird unterschieden zwischen zwei Problemhunden :

  • Verwilderte Hunde (ohne Besitzer und ohne Zuhause, permanent ausser Kontrolle)
  • Streunende Hunde (mit Besitzer und Zuhause, vorübergehend ausser Kontrolle)

Die meisten Zwischenfälle ereignen sich durch streunende Hunde. Nur in den Grenzgebieten zu Frankreich und Italien sind ab und zu völlig verwilderte Hunde ein Problem.

2006 wurde in Frankreich eine Studie zum Thema wildernde Hunde realisiert. Eine weitere Publikation entstand in den Pyrenäen durch die systematischen DNA-Analysen bei Nuttierrissen.

Schadenerkennung

Für den Laien ist es oft schwierig zwischen Wolfs- und Hunderissen aufgrund der Spuren zu unterscheiden. Deshalb sollte immer ein Fachmann beigezogen werden, um die Schadensursache bei verletzten oder toten Tieren festzustellen. Streunende Hunde sind weniger geschickte Jäger als Wölfe und hinterlassen oft Spuren am ganzen Körper der Opfer, während Wölfe meistens mit präzisen Bissen am Hals ihre Beute töten.

Herdenschutzmassnahmen

Allgemein kann gesagt werden, dass zum Schutz des Kleinviehs vor wildernden und streunenden Hunden dieselben Schutzmassnahmen empfohlen und angewendet werden wie gegen die Grossraubtiere. Allerdings können auf geeigneten Weiden eher Esel eingesetzt werden. Sie sollten ausreichen, um grössere Schäden zu verhindern.

Entschädigungszahlungen

Im Unterschied zu den nachgewiesenen Raubtierrissen besteht bei Hunderissen keine Entschädigungspflicht von Seiten der Kantone.
Der Kanton Genf ist der einzige Kanton, der Hundeschäden anhand eines Entschädigungssystems vergütet. Falls der Hundhalter nicht ermittelt werden kann, gibt es zwei verschieden Möglichkeiten :

  • staatliche Schadensvergütung,
  • Versicherung durch den direkt Betroffenen.

Versicherung

Grundsätzlich haftet der Hundehalter für den von seinem Hund angerichteten Schaden mit der Tierhaftpflichtversicherung. Für die Einführung eines Obligatoriums der Hundeversicherung für Schäden von nicht ermittelten Hunden an Nutztieren wurde vom BAFU eine Evaluation durchgeführt.

Weiterführende Studien/ Links:

  • Zwischenbericht "Hunderisse an Nutztieren: Befragung der kantoanlen Stellen" (PDF)
  • Tessiner Studie "Metodi di custodia e perdite di bestiame minuto nel Cantone Ticino" (PDF, italienisch)

Greifvögel

Allgemeine SituationGreifvogel

Allgemein darf angenommen werden, dass die Angriffe von Greifvögeln auf Nutztiere eher selten stattfinden und keinen wesentlichen Einfluss auf die Tiersterblichkeit während der Sömmerungszeit haben.

Laut mündlichen Aussaugen von Älplern und Hirten gibt es ab und zu Angriffe vor allem auf Neugeborene und junge Lämmer. Kolkraben und Steinadler werden als Hauptverantwortliche genannt.
Der Nachweis während der Alpzeit ist schwer zu erbringen, da die Kontrolle der Tiere je nach Bewirtschaftung schwierig zu gewährleisten ist und die Tierkadaver oft rasch gefressen werden.

Über die Schäden von Greifvögeln an Nutztieren sind bisher kaum verlässlichen Daten vorhanden, obwohl die Adlerrisse von Bund und Kantonen entschädigt werden. Seit der Luchs wieder angesiedelt wurde, sind die gemeldeten Adlerrisse stark zurückgegangen.

Einzig im Unterwallis ist ein Fall bekannt, wo 2007 Geier eine kleinere Schafherde angriffen, einzelne Tiere zum Absturz brachten und sich dann von den Kadavern ernährten. Ähnliche Beobachtungen wurden in Frankreich, insbesondere in den Pyrenäen gemacht.

Schutzmassnahmen

Die bisherigen Beobachtungen haben gezeigt, dass der Einsatz von Herdenschutzhunden auch bei Greifvögeln wirksam sein kann. Angesichts der geringen Schäden hat es sich bisher nicht gelohnt, Schutzmassnahmen zu fördern.