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Wolf

Der Wolf in der Schweiz

 

Zurzeit leben gemäss Schätzung des BAFU ca. 12 Einzelwölfe und ein Wolfsrufdel  in der Schweiz. In den 2 Jahren von Anfang 2013 bis Ende 2014 wurden 27 Tiere mittels DNA-Analyse nachgewiesen. Ein erstes Rudel ist 2012 im Berggebiet von Calanda entstanden. Das Calanda-Rudel sorgt jährlich für Nachwuchs, entsprechend wandern JungWolf_imWald_GRwölfe auf der Suche nach einem eigenen Revier regelmässig aus diesem Familienverbund ab.

Die Anwesenheit des Wolfs in der Schweiz ist seit 1995 bestätigt. Seine Ausbreitung im Alpenraum in Richtung Frankreich, der Schweiz und Detschland erfolgte von der italienischen Wolfspopulation aus den Abruzzen seit Anfang der 80-iger Jahre.

Vor allem die gerissenen Wild – und Nutztiere sind ein wichtiger Indikator, wo sich die Wölfe befinden. Dank einem systematischen Monitoring kann die Präsenz auch durch Fotofallen (siehe Bild), Analysen von Kot, Fell, und anderen Spuren regelmässig nachgewiesen werden.

Die Risszahlen schwanken von Jahr zu Jahr, haben jedoch seit dem Ausnahmejahr 2009, wo 350 Tiere gerissen wurden, die 300 Marke nicht mehr überschritten und blieben 2010 sogar auf einem sehr tiefen Niveau von unter 100 Rissen.

Alle Schäden werden in der Schadensstatistik von KORA erfasst und geografisch dargestellt. Auf der KORA Homepage finden sich auch aktuelle Informationen über die Situation der Grossraubtiere in der Schweiz.

Erfahrungen mit dem Herdenschutz

Während der Sömmerungszeit ist das Risiko für Schäden am höchsten. Jedoch sind auch zunehmend LN-Flächen, d.h. Herbst- und Frühjahrsweiden von der Wolfspräsenz betroffen. Die meisten Angriffe ereignen sich während der Nacht und/oder bei eher schlechtem Wetter. Durch eine der Situation angepasste Anwendung von Herdenschutzmassnahmen (Behirtung, Zäune, Schutzhunde) können die Schäden begrenzt werden. Da sich die Wolfspräsenz zunehmend flächendeckend zeigt wurde die Schweiz geografisch in verschiedene Risikozonen eingeteilt.

Um die Herdenschutzhunde-spezifischen Belange kümmert sich seit 2010 der Verein HSH-CH (Herdenschutzhunde-Schweiz) und die Fachstelle Herdenschutzhunde bei AGRIDEA im Auftrag des Bundes.

Politischer Hintergrund

Die vom Wolf verursachten Schäden an Nutztieren, die Umsetzung von Herdenschutzmassnahmen und  der Schutzstatus des Wolfes sind und bleiben politische Themen. Aktuell  bereitet das BAFU im Auftrag des Bundesrates einen Vorschlag zur Revision der eidgenössischen Jagdverordnung vor, um den Abschuss des Wolfes unter bestimmten Bedingungen zu erleichtern. Dies ist eine Reaktion auf die zunehmende Anzahl von Wölfen und die Rudelbildung, welche vor allem bei den Direktbetroffenen (Landwirte, Bergbevölkerung) für Bedenken sorgen.

Trotz des internationalen Schutzstatus können in der Schweiz Wölfe, die zu grosse Schäden an Nutztieren versursachen, auch unter der aktuell gültigen Jagdverordnung und nach erfolgter Abschussbewilligung legal abgeschossen werden. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat dazu ein Konzept als Vollzugshilfe für die Kantone erstellt. Ein Antrag der Schweiz zur Lockerung des Schutzstatus des Wolfs wurde am 27.11.2006 vom Ausschuss der Berner Konvention abgelehnt.

Calanda

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