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Vergrämungen Mesures dissuasives Dissuasione Vergrämungen

Vergrämungsmassnahmen

Vergrämungsmassnahmen sind Abschreckungsmethoden um die Raubtiere zu vertreiben, zu verunsichern oder zu "erziehen".

Bei Luchs, Bär und Wolf wurden bisher verschiedene Vergrämungsmassnahmen getestet. Alle diese Massnahmen sollten nur periodisch und ganz gezielt eingesetzt werden. Ansonsten verlieren die Massnahmen ihre abschreckende Wirkung, weil sich die Raubtiere an sie gewöhnen.
Folgende Vergrämungsmassnahmen werden angewandt oder getestet:

Blinklampen vom Typ FoxLight:

  • Bei Luchs-Risikoweiden während höchstens 2 Wochen nach einem Riss und präventiv während der bekannten Risikosaison.
  • Bei Mutterkühen während den ersten zwei Wochen nach der Abkalbungszeit gegen den Wolf.
  • Allgemein auf übersichtlichen, kleineren Weiden besser einsetzbar.

Mehr Information in diesem Dokument. Es ist darauf zu achten, dass keine normalen Baustellenlampen verwendet werden, sondern der Typ FoxLight mit Zufallsgenerator und Farbunterschieden.

Abschreckungsgeräusche:
In Italien wird seit längerem mit einem "Geräusch-Vergrämer" gearbeitet. In der Schweiz wurden diese Apparate erstmals 2011 getestet. Sie eignen sich auf eher kleinen, übersichtlichen Weiden, mit Zäunen kombiniert. Im Rahmen der Tests wurden erste Resultate und eine Literaturrecherche in einem Bericht zusammengefasst. 2012 werden weitere Einsatzmöglichkeiten getestet.

Knallpetarden und Leuchtraketen:
In der Schweiz werden diese Methoden nicht empfohlen, wurden jedoch auch schon einzeln eingesetzt. Die Effizienz ist umstritten und die Störung der Umwelt (Nachbarn und Wildtiere) beträchtlich. In Frankreich sind die Erfahrungen eher skeptisch zu beurteilen, d.h. die Effizienz solcher Massnahmen konnte nicht nachgewiesen werden.

Fladry:
Das Fladry ist eine solide Leine, an der gut sichtbare, rote Bänder befestigt werden. Diese werden an Zäunen aufgehängt. Es scheint, dass diese flatternden Farbtücher eine abschreckende Wirkung auf Wölfe haben. Ursprünglich stammt das System aus Osteuropa, wo seit über 50 Jahren damit gearbeitet wird. Die Methode wurde aber auch in Amerika vor allem für die Jagd und das Einfangen von Wölfen eingesetzt. Mit unterschiedlichem Erfolg wurden die Fladrys in Rumänien, Kanada und der Schweiz getestet.
Bisherige Resultate aus Versuchen haben gezeigt, dass sich die Methode kombiniert mit Zäunen nur auf kleineren Parzellen eignet.

Halsbänder:
Die tödlichen Bisse an den Opfern der Raubtiere befinden sich meistens am Hals. Deshalb wurde versucht, mit Halsbändern die Nutztiere zu schützen. Zusätzlich versuchte man mit übelriechenden Stoffen am Halsband die Angreifer von ihren Opfern fernzuhalten. Weder beim Luchs noch beim Wolf hat sich diese Methode bewährt. Insofern werden heute Schutzhalsbänder in der Schweiz nicht mehr empfohlen.

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