Kantonale Zustimmung zu Haltung und Einsatz von HSH

Das BAFU fördert den Herdenschutz mit HSH nur bei Landwirten, die über eine gültige Zustimmung des Standortkantons zur Haltung und/oder dem Einsatz solcher Hunde verfügen (Art. 12 Abs. 1 JSG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 JSG). Diese Zustimmung des Kantons ist sowohl für die ganzjährige Haltung und den Einsatz auf einem LN-Betrieb als auch für den Einsatz auf einem Sö-Betrieb nötig. Diese Zustimmung erteilt der Kanton anlässlich der Herdenschutzberatung der Betriebe. Seine allfällige Zustimmung erteilt der Kanton anhand einer gesamtheitlichen Beurteilung der Betriebssituation (Bedarf an Herdenschutz, Situation im Tourismus, Haltungs- und Einsatzmöglichkeit auf dem Betrieb) und allenfalls einem Fachgutachten betreffs Konfliktmanagement. Dabei kann der Kanton dem Hundehalter Auflagen zum Konfliktmanagement mit HSH vorschreiben. Diese Auflagen müssen zumutbar und kompatibel mit dem Wesen und wirksamen Einsatz dieser Hunde sein. Der Kanton kann diese Auflagen bedarfsgerecht jederzeit anpassen. Falls kein fachgerechtes Konfliktmanagement mehr sicher gestellt werden kann, dann kann ein Kanton seine grundsätzliche Zustimmung auch wieder entziehen.

Zum Erteilen der kantonalen Zustimmung für Betriebe, die beim Inkrafttreten dieser Vollzugshilfe bereits HSH halten bzw. einsetzen, empfiehlt das BAFU den Kantonen ein vereinfachtes Vorgehen: Zur Beurteilung der Betriebe liefert die Fachstelle Herdenschutzhunde den Kantonen ein Gutachten.