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Wallis

Aktuelles

Da erstmals in der Schweiz ein Wolfspaar zusammen unterwegs war wurden grössere Rinder auf einer Rinderalp oberhalb Sierre nachweislich von Wölfen gerissen. AGRIDEA reagierte darauf mit einem erstmaligen Versuch im Rahmen des mobilen Herdenschutzes, die Rinder zu schützen. Nachdem ein männlicher Wolf abgeschossen wurde zog die Wölfin weiter und es kam zu weiteren Übergriffen auf Schafe im Gebiet Crans-Montana. Wegen den erstmaligen Rinderrissen wurde die Wolfsdiskussion einmale mehr via Wallis in die ganze Schweiz getragen. Eine grosse "Medienlawine" war die Folge.

Geschichte

1995 ist der Wolf im Kanton Wallis erstmals seit langem wieder aufgetaucht. Obwohl vereinzelt Wölfe im 20.Jh. nachgewiesen wurden, galt er seit dem 19. Jh. als ausgerottet. Bisher kam es nicht zur Rudelbildung. Immer wieder wurden einzelne Wölfe aufgrund der Anzahl Nutztierrisse gemäss Wolfskonzept abgeschossen. Ca. 50% der Abschussbewilligungen führten zu einem Abschuss. Das Unterwallis ist die Eingangspforte der Wölfe und spielt somit eine zentrale Rolle bei der Einwanderung der Wölfe in die Schweiz.

Seit dem Jahre 2000 ist auch das Oberwallis von der Wolfspräsenz betroffen. Seither tauchen im Goms, Zwischbergen- und Lötschental immer wieder Wölfe auf.
Die meisten Schafherden im Oberwallis sind nicht behirtet und die Zucht der Schwarznasenschafe, welche meist in kleinen Gruppen und unbehirtet gealpt werden, stellt eine besondere Herausforderung an den Herdenschutz. Weitere Informationen zur Rasse sind beim Oberwalliser Schwarznasenzuchtverband zu finden.

Konzepte

Der Kanton hat im Verlaufe des Jahres 2010 eine Alpplanung erstellt, welche die Schützbarkeit der Alpen einschätzen sollte. Es wurde zudem eine "Etude d'impact du loup" in Auftrag gegeben, die Aufschluss über die verschiedenen Auswirkungen der Rückkehr des Wolfes geben soll. Ansonsten lehnt sich die Praxis an das nationale Wolfskonzept. Bisher  wurde weder ein kantonales Herdenschutzkonzept noch eine Strukturanalyse der Kleinviehalpen ausgearbeitet.

Organisation

2007 wurde eine technische Kommission zur Prävention vom Kanton eingesetzt. Zur Umsetzung von Wolfsmanagement und Prävention sind folgende Personen zuständig:

Kontakt für Schadensmeldungen und Entschädigungen
Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere
Peter Scheibler
Rue de l’Industrie
CH-1950 Sion
027 606 70 00
peter.scheibler[at]admin.vs[dot]ch

Kantonaler Herdeschutzbeauftragter Oberwallis
Moritz Schwery
Landwirtschaftliche Schule Oberwallis
Talstrasse 3
CH-3930 Vièges
027 948 08 01
moritz.schwery[at]admin.vs[dot]ch

Kantonaler Herdeschutzbeauftragter Unterwallis
Christine Cavalera
Service de l'agriculture
Office de Consultation et d'économie animale
1951 Châteauneuf-Sion
027 606 76 14
christine.cavalera[at]admin.vs[dot]ch

Beratung Herdenschutzhunde Oberwallis
Walter Hildbrand
CH-4345 Gampel
027 932 19 01
fam.hildbrand[at]bluewin[dot]ch

Beratung Herdenschutzhunde Unterwallis
Jean-Pierre Vittoni
Chalet le Petit-Ranch
1866 La Forclaz
024 491 11 28
jp.vittoni[at]bluewin[dot]ch