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Sömmerungsbeiträge Contributions d'estivage Contributi d'estivazione Sömmerungsbeiträge

Sömmerungsbeiträge

Sömmerungsbeiträge sind Direktzahlungen des Bundes zur Unterstützung einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Alpen und Voralpen. Seit im Jahre 2000 die Sömmerungsbeitragsverordnung (SöBV) in Kraft getretenen ist, hängt die Beitragshöhe für die Schafalpung vom Weidesystem ab. Für die Schafe (ausgenommen Milchschafe) werden drei Weidesysteme unterschieden (Angaben gemäss Bundesamt für Landwirtschaft, BLW, 2009):

Weidesystem

Anzahl Normalstösse*

Anzahl Betriebe

Standweide: SFr. 120.- /NST

11294

604

Umtriebsweide: SFr.: 250.-/ NST

6035

233

Ständige Behirtung: SFr. 330.-/ NST

9288

100

* Ein Normalstoss (NST) entspricht der Sömmerung einer Grossvieheinheit während 100 Tagen.

Regelmässig werden in der Verordnung die nötigen Anpassung gemacht, um den Vollzug zu erleichtern und die praktischen Probleme bei der Umsetzung auf den Alpen besser zu berücksichtigen.
Zu den drei Weidesystemen wurden wissenschaftliche Untersuchungen (fr) auf ausgewählten Alpen im Kanton Wallis durchgeführt. Um die ökologischen Auswirkungen der drei Weidesysteme zu evaluieren wurden verschieden Artikel veröffentlicht.

Für die Ziegenhaltung werden keine Weidesysteme unterschieden. Es gelten die Beitragsbestimmungen, die in der Sömmerungsbeitragsverordnung festgelegt sind.
Für die Berechnung der Grossvieheinheiten für Kleinvieh dient als Grundlage die landwirtschaftliche Begriffverordnung.

Für den Vollzug der Sömmerungsbeitragsverordnung sind die Kantone zuständig. Als Vollzugshilfe aktualisiert das Bundesamt für Landwirtschaft die Weisungen zur SöBV jährlich.