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Allgemeine Situation
Allgemein darf angenommen werden, dass die Angriffe von Greifvögeln auf Nutztiere eher selten stattfinden und keinen wesentlichen Einfluss auf die Tiersterblichkeit während der Sömmerungszeit haben.
Laut mündlichen Aussaugen von Älplern und Hirten gibt es ab und zu Angriffe vor allem auf Neugeborene und junge Lämmer. Kolkraben und Steinadler werden als Hauptverantwortliche genannt. Der Nachweis während der Alpzeit ist schwer zu erbringen, da die Kontrolle der Tiere je nach Bewirtschaftung schwierig zu gewährleisten ist und die Tierkadaver oft rasch gefressen werden.
Über die Schäden von Greifvögeln an Nutztieren sind bisher kaum verlässlichen Daten vorhanden, obwohl die Adlerrisse von Bund und Kantonen entschädigt werden. Seit der Luchs wieder angesiedelt wurde, sind die gemeldeten Adlerrisse stark zurückgegangen.
Einzig im Unterwallis ist ein Fall bekannt, wo 2007 Geier eine kleinere Schafherde angriffen, einzelne Tiere zum Absturz brachten und sich dann von den Kadavern ernährten. Ähnliche Beobachtungen wurden in Frankreich, insbesondere in den Pyrenäen gemacht.
Schutzmassnahmen
Die bisherigen Beobachtungen haben gezeigt, dass der Einsatz von Herdenschutzhunden auch bei Greifvögeln wirksam sein kann. Angesichts der geringen Schäden hat es sich bisher nicht gelohnt, Schutzmassnahmen zu fördern.
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