LuzernAktuelles Der Wolf hatte im Herbst 2011 insgesamt elf Schafe und eine Ziege gerissen. Die Übergriffe ereigneten sich alle auf ungeschützten Heimweiden nach der eigentlichen Alpzeit in den Gemeinden Flühli, Schüpfheim und Entlebuch. Der jüngste DNA bestätigte Nachweis stammt vom 4.3.2012 aus der Gemeinde Giswil OW an einem Wildtierriss. Auf Luzerner Boden konnte der Wolf am 2.5.2012 am Riss einer Hirschkuh mittels Fotofalle bestätigt werden. Für die kommende Alpzeit sind zusätzliche Herdenschutzmassnahmen geplant. Geschichte Der Wolf ist erstmals 2009 wieder im Kanton Luzern aufgetaucht. Eine Chronologie der Ereignisse ist von der Abteilung Natur, Jagd und Fischerei zusammengestellt worden. Im Verlaufe des Jahres 2009 wurde eine kantonale Strategie entwickelt, um die neue Herausforderung in der Landwirtschaft anzupacken. Während den Alpungszeiten 2010 und 2011 wurden demzufolge die grössten Schafherden mit Herdenschutzhunden geschützt. Mit dieser Massnahme gab es nur noch sehr wenige Wolfsattacken während der Sömmerung mit insgesamt drei toten Schafen. Hingegen nahmen die Übergriffe auf ungeschützten Heimweiden im Herbst zu. Mit den für den Kanton Luzern typischen Gegebenheiten mit kleinen Strukturen, einem verhältnismässig kleinen Anteil von gesömmerten Tieren und einem hohen Anteil an Privatalpen ist ein umfassender Schutz schwierig. Wolfsmanagment Der Kanton hat im Verlaufe des Jahres 2009 ein Wolfskonzept erstellt, wo Entschädigungen, Abschüsse und Herdenschutzmassnahmen geregelt werden. Es wurde im Rahmen einer Diplomarbeit eine Strukturanalyse erstellt, um die Voraussetzungen der Schafhaltung im Kanton luzern aufzuzeigen. In Anlehnung an das nationale Wolfskonzept des BAFU wurde von AGRIDEA im Auftrag des Kantons ein Herdenschutzkonzept für 2010-2012 erstellt. Um die Konflikte zwischen Herdenschutzhunden und Wanderern zu minimieren wurde ein Besucherlenkungskonzept erarbeitet. Ein Faktenblatt dient zur Information aller vom Thema Wolf betroffenen Kreisen. Organisation Kontakte Wolfsmonitoring, Schadensmeldungen und Entschädigungen
Kantonaler Herdeschutzbeauftragter |
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