Zäune

Zäune sind ein effizientes Hilfsmittel für eine gute Weideführung. Neben der optimalen Futterversorgung der Tiere und einer ökologisch angepassten Bewirtschaftung dienen sie auch als Schutz vor Raubtieren.

 

Vor allem Elektrozäune haben sich bewährt. Zwei Arten von Schutz mit Elektrozäunen werden unterschieden:

  • Einzäunung der gesamten Weidefläche
  • Einzäunung eines Übernachtungsplatzes (Nachtpferch/-weide)

Sowohl beim Luchs, wie auch beim Wolf oder Bär wird ein Zaun mit mindestens 4 Drähten, Litzen oder Bändern und einer Minimalhöhe des obersten Drahtes von 90 Zentimetern als sogenannter Grundschutz empfohlen.

Bei Wolfsschäden während der Sömmerungszeit sind elektrifizierte Übernachtungsplätze zu empfehlen.

Das Funktionieren eines Elektrozaunes hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Elektrisches Zaungerät,
  • Draht und Pfosten,
  • Erdung und Erdungsbedingungen,
  • Nutztierart,
  • Raubtierart,
  • Gesamte Länge des Elektrozaunes


AGRIDEA hat zu den verschiedenen Anwendungen von Zäunen zum Schutz vor Wildtieren einen Leitfaden herausgegeben. Oft ist es sinnvoll, Zäune mit anderen Herdenschutzmassnahmen zu kombineren und genau zu beurteilen, inwiefern die Kosten und der Arbeitseinsatz gerechtfertigt sind.

Sowohl Luchse wie Wölfe haben die Gewohnheiten an dieselben Orte zurückzukehren, wo bereits Beute gemacht wurde. Deshalb lohnt es sich, diese Gebiete mit erhöhtem Angriffsrisiko zu schützen.