Herdenschutzhunde

Herdenschutzhunde schützen seit Jahrtausenden vor allem in Europa und Asien Nutztiere. Somit stellt sich eigentlich nicht die Frage, ob Herdenschutz mit Hunden funktionieren kann, sondern viel mehr: unter welchen Bedingungen? In der Schweiz sind diese Hunde erst wieder seit der Rückkehr des Wolfes Ende letzten Jahrhunderts im Einsatz. Es erweist sich als Generationenaufgabe, ihre Arbeit so gut wie möglich mit den hiesigen landwirtschaftlichen, gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen in Einklang zu bringen und handkehrum diese Rahmenbedingungen wo möglich so anzupassen, dass sie den Hunden und ihren Haltern gerecht werden.

Im Unterschied zu Hüte- und anderen Nutzhunden arbeiten die Herdenschutzhunde weitestgehend eigenständig – ohne Menschen, dafür im Verbund mit anderen Hunden. Im Rahmen des nationalen Herdenschutzprogramms arbeiten aktuell rund 250 Herdenschutzhunde auf etwa 100 Schweizer Alpen respektive davor und danach auch auf Frühlings-, Herbst- und Heimweiden (Tendenz steigend). Die meisten Hunde sind bei Schaf- oder Ziegenherden im Einsatz, einzelne Hunde auch bei Rinderherden.

Wer sich für die Anschaffung von Herdenschutzhunden des Bundesprogramms interessiert, muss sich in einem ersten Schritt an die zuständige kantonale Herdenschutzberatung wenden.