Tourismus und Herdenschutzhunde

 

Wo Wanderer, Bikerinnen usw. auf durch Herdenschutzhunde geschützte Herden treffen, kann es zu Konflikten kommen. Um diese zu minimieren, braucht es sorgfältig ausgebildete Herdenschutzhunde und der Hundehalter muss umfassende Regeln zur Unfallverhütung berücksichtigen. Ebenso wichtig ist jedoch auch ein möglichst korrektes Verhalten der Freizeitsportler gegenüber diesen Hunden – Information und Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit sind hier zentral.

Bei der Frage der Konfliktverhütung können neben Massnahmen auf Seiten der Herdenschutzhunde oder der Landwirtschaft auch Massnahmen auf Seiten der Wanderwege zur Anwendung kommen. Insbesondere die temporäre oder permanente Umleitung oder Sperrung von Wanderwegen mit dem Ziel der Entflechtung von touristischer Nutzung und Weidenutzung kann bei erhöhtem Konfliktpotenzial zielführend sein.

Wer Begegnungen mit Herdenschutzhunden ganz vermeiden möchte, der konsultiert am besten unsere Online-Karte mit den Einsatzorten dieser Hunde im Alpgebiet. Die Einsatzgebiete der Herdenschutzhunde auf Sömmerungsweiden finden sich zudem auch auf den Kartenportalen des Bundes und von SchweizMobil, wobei diese aber nur einmal jährlich aktualisiert werden (jeweils im Frühsommer). Wo sinnvoll und möglich werden zu den Einsatzgebieten der Herdenschutzhunde auch spezifische Informationen zur Tourenvorbereitung für Wanderer oder Bikerinnen mitkommuniziert (z.B. zu ausgezäunten Wegabschnitten oder Kontaktangaben für direkte Auskünfte).