Bär

Fast 100 Jahre nach seiner Ausrottung tauchte im Sommer 2005 wieder ein Braunbär (Ursus arctos) in der Schweiz auf. Überraschend kam diese Rückkehr nicht, denn im Alpenraum leben heute ca. 60-70 Bären. Die kleine Bärenpopulation im Trentino befindet sich nur etwa 40 km vom Puschlav entfernt. Seither wandern regelmässig wieder Bären durch die Schweiz. Das Verbreitungsgebiet der Bären in der Schweiz beschränkt sich bisher auf den Kanton Graubünden, 2016 wurde zum ersten Mal ein Bär in der Innerschweiz gesichtet.

Die Bärenschäden in der Landwirtschaft konzentrieren sich auf Obstkulturen, Bienenhäuser, Kleinvieh und Rinder. Die Schäden variieren stark von Region zu Region und sind vom individuellen Verhalten einzelner Bären abhängig.  Im Engadin war bisher vor allem die Schafhaltung durch die Rückkehr des Bären betroffen.

Die Herdenschutzmassnahmen unterscheiden sich, nach aktuellem Wissenstand, nicht wesentlich von den Massnahmen, die bei Luchs und Wolf angewendet werden. Behirtung, Herdenschutzhunde und elektrische Zäune sind auch hier die empfohlenen Massnahmen um Schäden vorzubeugen. Bei Bienenhäusern empfiehlt sich ein elektrifizierter Litzenzaun.

Wie Wolf und Luchs kann auch der Bär trotz seines Schutzstatus abgeschossen werden, vorausgesetzt es besteht eine Bewilligung.