Lamas und Esel im Herdenschutz

Lamas und Esel werden vom Bund nicht als Herdenschutztiere unterstützt, da ihre Effizienz im Herdenschutz nicht ausreichend nachgewiesen werden konnte resp. diese Tiere selbst ins Beuteschema von Wölfen gehören können. Prinzipiell dürfen Lamas als auch Esel zu Herdenschutzzwecken nur zu zweit in den Schafherden eingesetzt werden, denn die Tierschutzgesetzgebung verbietet bei Neuweltkameliden und Equiden die Einzelhaltung.

2012-2016 hat Agridea ein Pilotprojekt zu «Lamas im Herdenschutz» durchgeführt. Informationen zum Projekt finden sich auf der dazugehörigen Projektseite. Die Erkenntnisse aus dem Projekt hat Agridea im Merkblatt "Einsatz von Lamas für den Herdenschutz" zusammengefasst, in dem auch die wichtigsten Rahmenbedingungen für Herdenschutzprojekte mit Lamas sowie weiterführende Kontakte aufgeführt sind.

In der Schweiz gibt es einige Dutzend Betriebe, die ihre Schafe mit Herdenschutzlamas schützen. Die meisten dieser Betriebe haben mit ihren Lamas gute Erfahrungen gemacht, sofern die empfohlenen Rahmenbedingungen eingehalten wurden.

 

 

Auch Esel zeigen häufig eine ausgeprägte Aversion gegen Hundeartige. Im Vergleich zu den Lamas als Schutztiere fehlen in der Schweiz jedoch für die Esel zuverlässige Erfahrungswerte, Züchter und Fachleute, die geeignete Individuen auswählen und Neuhalter bei Integration und Einsatz in Kleinviehherden beraten könnten. Lange nicht jeder Esel eignet sich als Schutzesel.

Als Grundlage für einen möglichst erfolgreichen Herdenschutz-Einsatz gelten bei Eseln ähnliche Rahmenbedingungen wie bei den Lamas.