AGRIDEA und BUL
Seit 2004 führt AGRIDEA im Auftrag des BAFU eine nationale Fachstelle Herdenschutz. Seit der Revision der Jagdverordnung vom 1. Februar 2025 und der damit einhergehenden Verschiebung von Zuständigkeiten vom Bund zu den Kantonen, wurde das Bundesmandat im Herdenschutz reduziert und durch ein Mandat der Kantone ergänzt. Für das BAFU führt die Fachstelle Herdenschutz in erster Linie die Eignungsprüfungen für Herdenschutzhunde durch und bietet in diesem Zusammenhang Einführungs- und Vorbereitungstage für Landwirte an. Darüber hinaus steht AGRIDEA dem Bund bei der Weiterentwicklung der Eignungsprüfung auf Basis systematisch erfasster Daten aus der Überprüfung kombiniert mit dokumentierten Problemen im Einsatz zur Seite und unterstützt den Bund bei Koordinationsaufgaben und Fachfragen zu Herdenschutzhunden.
Von der Konferenz der kantonalen Landwirtschaftsdirektoren (LDK) ist die Fachstelle Herdenschutz für die Aufbereitung und Bereitstellung von Wissen sowie die Wissensvermittlung und Schulung im Bereich Herdenschutz beauftragt. Während das Mandat des Bunds auf Herdenschutzhunde fokussiert ist, unterstützt und berät AGRIDEA die Kantone im Herdenschutz in der ganzen thematischen Breite von Schutzzäunen über Herdenschutzhunde bis zu Vergrämungsmassnahmen für Grossraubtiere und Weiteres.
AGRIDEA arbeitet im Bereich Herdenschutz sehr eng mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) zusammen. Sowohl im Mandat des BAFU wie auch in jenem der LDK ist die BUL für die Themen Konfliktmanagement und Unfallverhütung im Zusammenhang mit Herdenschutzhunden zuständig