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Slowenien Slovénie Europa orientale Slovenia

Slowenien

Raubtiere

Die Präsenz von Wolf, Bär und Luchs konzentriert sich auf den südwestlichen Teil des Landes. Slowenien weist mit geschätzten 500 Individuen die grösste Bärendichte Europas auf. Es wird versucht mit jährlichen Abschussquoten diese Anzahl stabil zu halten. Die Wolfspopulation hat sich in den letzten Jahrzehnten erholt und ist auf ca. 50 Individuen angewachsen. Beinahe denselben Lebensraum teilen sich die ca. 20 Luchse im südlichen Ausläufer der Alpen. Alle 3 Raubtiere haben sich auf relativ engem Raum dank idealen Lebensbedingungen etabliert.

Weitere Informationen zur Verbreitung der Grossraubtiere:

Umwelt- und Landwirtschaftsministerium; Wolfsmanagement; Bärenmanagement

Politik

Die bisherigen Managementbemühungen konzentrierten sich hauptsächlich auf den Bären und die Wölfe. Die nationale Strategie setzt auf folgende Aspekte, um Konflikte zwischen den Bären und der lokalen Bevölkerung zu vermeiden:

  • Überwachung der Population
  • Information und Prävention im Tourismus und der lokalen Bevölkerung
  • Schutzmassnahmen in der Landwirtschaft
  • Jagdplanung (Abschussquoten und gezielten Abschüsse)
  • Anpassung der Strategie nach Zonen

Die steigende Anzahl Wölfe und die vermehrt auftretenden Schäden an Nutztieren haben dazu geführt, dass auch ein Wolfsmanagementplan erstellt wird. Beim Luchs liegt der Fokus  auf der Überwachung der Population, da nur sporadisch Konflikte auftreten. Falls Inzuchtprobleme festgestellt werden, könnten zusätzliche Luchse zur Blutauffrischung wieder angesiedelt werden.

Landwirtschaft

Slowenien ist geprägt von einer klein strukturierten Landwirtschaft. Der für das Berggebiet typische, hohe Anteil der Tierproduktion (Rind, Schwein, Schaf und Ziege, sowie Geflügel) sorgt für Konfliktpotential. Viele Kleinviehhalter bewirtschaften ihre kleinen Höfe im Nebenerwerb. Die dichte Bärenpräsenz hat zudem zur Folge, dass nicht nur die Tierhaltung sondern auch Obstbau, Bienenzucht und Ackerbau von Bärenschäden betroffen ist. Die nachgewiesenen Bärenschäden werden einheitlich entschädigt.

Insgesamt sind seit 2005 die Schäden in der Landwirtschaft jährlich angestiegen. Inzwischen sind die Schäden der Wölfe grösser als diejenige von den Bären. Die gerissenen Tiere werden entschädigt. Die Entschädigungen sind seid kurzem an die Prävention gebunden.

Schutzmassnahmen

Die meist verbreiteten Schutzmassnahmen konzentrieren sich auf den Schutz während der Nacht. Eingesetzt werden diverse Zauntypen, um die Tiere in der Nacht vor Angriffen zu schützen. Oft werden die Tiere eingestallt oder in solide Holzverschläge eingepfercht. Es werden verhältnismässig wenig Herdenschutzhunde eingesetzt. Auch sind nur selten Hirten bei den Tieren, da die Herden oft sehr klein sind. Schutzmassnahmen werden bisher nur vereinzelt staatlich unterstützt.