Abgabe von offiziellen Herdenschutzhunden

Damit dem Antrag eines Landwirts zur Anschaffung von offiziellen Herdenschutzhunden definitiv stattgegeben werden kann, muss dieser im Besitz einer Zusicherung des Bundes zu Haltung und Einsatz solcher Hunde sein und den Einführungskurs zur Haltung von Herdenschutzhunden absolviert haben.

Im Rahmen des nationalen Herdenschutzprogramms werden grundsätzlich nur so genannte Einsatzhunde, d.h. Herdenschutzhunde nach erfolgreich absolvierter Einsatzbereitschaftsüberprüfung (EBÜ), platziert. Die Zuteilung von Einsatzhunden durch die Fachstelle Herdenschutzhunde an Betriebe mit ausgewiesenem Bedarf erfolgt in der Regel jeweils im Januar. Ein einsatzbereiter Hund kostet CHF 1‘200 (Stand 2019).

Welpen werden im Rahmen des nationalen Herdenschutzprogramms nur abgegeben, wenn der neue Halter auf seinem Betrieb deren fachgerechte Ausbildung sicherstellen kann. Der Ausbildungsstand der Hunde wird von der Fachstelle Herdenschutzhunde mittels EBÜ im Alter von 15-18 Monate überprüft. Welpen werden grundsätzlich mindestens zu zweit abgegeben. Erfahrene Herdenschutzhunde-Halter, die Mitglied des Vereins HSH-CH sind und dessen eintägiges Theoriemoduls der Züchterausbildung absolviert haben, können einen Antrag auf Welpen zur Eigenremontierung stellen. Die Welpen werden im Alter von 3 bis 4 Monaten auf den neuen Betrieben platziert. Ein Welpe aus dem Bundesprogramm kostet CHF 300 (Stand 2019).

Innerhalb eines Jahrs nach Kauf der Hunde muss der Hundehalter mit seinen neuen Hunden einen eintägigen praktischen Kurs für Herdenschutzhunde-Halter absolvieren.

Halter von offiziell anerkannten Herdenschutzhunden können auf Antrag Mitglied des Vereins Herdenschutzhunde Schweiz (HSH-CH) werden. Der Verein vertritt die Interessen der Herdenschutzhunde-Züchter und Halter gegenüber den Behörden und der Öffentlichkeit und bietet seinen Mitgliedern z.B. eine Rechtsschutzversicherung oder den Bezug von verbilligtem Hundefutter.